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Sonntag, 27. November 2011

Die zweite Cenoten-Tour: Autowäsche und Krokodile

"Ich bin Schnappi, das kleine Krokodil..."

Wir haben dem Tag entgegengefiebert, nun ist er da: die nächsten Cenoten-Tauchgänge stehen an. Diesmal gehen wir zu zwei verschiedenen Cenoten, die aber nicht weit auseinander liegen.
Die erste Cenote heißt eigentlich "Aktun Ha", wird aber umgangssprachlich "Car Wash" genannt, weil hier früher die Taxis gewaschen wurden. Da Cenoten auch Trinkwasserbrunnen sind, verwundert uns das ein wenig. Aber das Schild mit der leicht falschen Aufschrift "Cenote Car Wahs" finde ich schon wieder sympatisch. Im Gegensatz zu "Dos Ojos" ist das ganze nicht sonderlich ausgebaut.
Als wir ankommen, fängt es an, in Strömen zu regnen. Und im Gegensatz zu den Regengüssen, die wir schon erlebt haben, hält dieser an. Nun, es kann uns egal sein, unter Wasser kriegen wir davon nichts mit. "Aktun Ha" ist eine Cenote, die als Einstieg einen kleinen See hat, von dem aus es in die eigentliche Höhle geht. Das Wasser ist wiederum sehr klar. Hier sehen wir eine Schildkröte und am Ende des Tauchgangs, als wir fast schon wieder an die Oberfläche gehen wollen, ein Krokodil, das auf einer Baumwurzel sitzt. Okay, also mein Bedarf an gefräßigen Wasserbewohnern ist für diese Reise gedeckt.

Tauchgang in der "Grand Cenote".

Der Regen hat mittlerweile nachgelassen. Wir bekommen Mittagessen, dann geht es weiter zum nächsten Tauchplatz, der "Grand Cenote". Der Name ist Programm, es ist eine wirklich große Cenote und hier ist es ähnlich ausgebaut wie bei "Dos Ojos". Dezent finde ich die Hinweisschilder, auf die wir während unserer Höhlentour stoßen: Ein Schild mit einem Sensenmann, das einen darauf hinweist, nur dann über diesen Punkt hinaus weiter zu tauchen, wenn man voll ausgebildeter Höhlentaucher ist. Wir beachten die Mahnung gern und wenden uns den eindrucksvollen Felsformationen zu. Besonders die Lichtspiele am Ein- und Ausstieg, die die jetzt wieder scheinende Sonne verursacht, sehen unter Wasser sehr malerisch aus.

Als wir an diesem Abend nach Puerto Aventurs zurückkehren, sind die Zufahrtsstraßen überflutet, so dass unser Jeep langsam machen muss. Wie wir erfahren, hat es nicht nur im Dschungel, sondern überall für eine halbe Stunde lang extrem heftig geregnet. Gut, dass wir das zum größten Teil verpasst haben!

Mittwoch, 23. November 2011

Tauchen vor Cozumel: Sag "Hai!"

"Hai!" - "Ja, hi! Lasst mich schlafen, ich hab heute Nacht jede Menge Termine!"

Irgendwie gibt es immer was Neues in diesem Urlaub. Heute ist Tauchen vor der Insel Cozumel angesagt. Im karibischen Meer rund um Cozumel liegt das zweitgrößte Barriereriff der Welt - das größte ist das "Great Barrier Reef" vor Australien. Und wie kommt man zu diesem Riff? Mit dem Boot, hätte ich gesagt. Und Radio Eriwan antwortet: Im Prinzip ja. Nur hatte ich mir nicht vorgestellt, dass dieses Boot die Fähre ist.
Tatsächlich fuhren wir mit dem Auto nach Playa del Carmen, gingen dort auf die Fähre nach Cozumel - und erst im Hafen von Cozumel wurden wir von dem Tauchboot abgeholt.

Bei dem Tauchgang durften wir feststellen, dass auch hier die uns schon bekannte Strömung herrscht, und zwar ziemlich heftig. Die Tauchgänge liefen demzufolge ab wie der erste im Freiwasser: das Boot setzt die Taucher aus, man taucht am Riff entlang der Strömung mehr oder minder folgend und bei Erreichen der festgelegten Grenze des Luftvorrats schießt man eine Boje, macht Sicherheitsstopp und geht an die Oberfläche, wo einen das Tauchboot wieder einsammelt.

Hier dürfen wir ein paar Begegnungen mit Meeresbewohnern machen, die uns noch nicht so vertraut waren: eine Schildkröte, die allerdings gerade auftaucht, als wir abtauchen, zwei Langusten - und ein Hai, dessen Weg sich gleich mehrmals mit unserem kreuzt. Da es sich um einen Ammenhai handelt, der eigentlich Nachts jagt, ist er durch unsere Anwesenheit wohl aufgeschreckt und sucht sich einen neuen Platz fernab der lauten Taucher.

Montag, 21. November 2011

Tauchgang in den Cenoten: Dos Ojos

Tauchen in der Cenote "Dos Ojos"

Heute steht etwas auf dem Programm, das uns in einen neuen Teil des Tauchens führt: Cavern Diving. Von den Cenoten, den mit Wasser gefluteten Höhlen unter der Oberfläche von Yucatán, haben wir schon viel gehört und gelesen. Dennoch wissen wir nicht so recht, was uns erwartet.

Unsere Tauchbasis hat sich für diesen Tag die Cenote "Dos Ojos" ausgesucht. Der Vorteil: Man kann hier zwei Tauchgänge machen, ohne dass sich etwas wiederholt. "Dos Ojos" ist Spanisch für "Zwei Augen", und so sieht die Cenote von oben auch aus: Sie hat nämlich zwei Wasserbecken, die durch eine geflutete Höhle miteinander verbunden sind. Es gibt zwei Systeme, die man durchqueren kann. Allerdings sollte man für die Tauchgänge eine gewisse Erfahrung mitbringen (ein Kurs "Tarierung in Perfektion - Peak Performance Bouyancy" kann auch nichts schaden). Die Tarierung muss beim Durchqueren der Tropfsteinformationen gut funktionieren, zum einen um keine der Steine zu beschädigen, zum anderen, um kein Sediment aufzuwirbeln und dem nachfolgenden Taucher damit die Sicht zu verschlechtern.
Getaucht wird hier mit maximal vier Tauchern pro Guide und wegen der räumlichen Enge nicht neben-, sondern hintereinander. Jeder Taucher bekommt zudem eine Lampe mit, da man nicht immer Licht von der Oberfläche hat.

Der Cenoten-Tauchgang hat uns restlost begeistert. Was man dort unter Wasser zu sehen bekommt, ist etwas völlig anderes zu allem, was wir bisher kannten. Das Wasser hat angenehme Temperaturen und ist - im Gegensatz zu den Süßwasserseen in Deutschland beispielsweise - völlig klar.
Wir waren sogar so begeister, dass wir bschließen, unsere noch ausstehenden lokalen Tauchgänge von unserem gebuchten Tauch-Paket in einen Tag Cenoten-Tauchgänge umzutauschen. Der Basisleiter macht in seinem Terminbuch daraufhin eine Notiz, damit wir an diesem Tag zwei andere Cenoten zu sehen bekommen.

Freitag, 18. November 2011

Der erste Tauchgang im karibischen Meer


Unser erster Tauchgang im karibischen Meer steht an. Wir wollen vorsichtig anfangen, deswegen nehmen wir nicht den tieferen am frühen Morgen, sondern den zur Mittagszeit, der etwas flacher ist. Vom Hafen von Puerto Aventuras aus werden wir mit einem kleinen Tauchboot aufs Meer rausgefahren. Von dieser Stelle aus kann man unser Hotel am Strand sehen. Und hier lassen wir uns einfach über Bord fallen und müssen feststellen, dass es ziemliche Strömung hat.
Der Tauchgang verläuft dann auch anders, als wir das kennen, es gibt keine Richtung und kein eigentliches Umkehren. Kommt man an die Reserve, wird eine Boje geschossen, man steigt auf fünf Meter Tiefe, macht den Sicherheitsstopp und geht dann an die Oberfläche. Dann kommt das Boot zurück und sammelt einen ein.
Eine interessante Erfahrung, aber die Strömung macht das ganze recht anstrengend. Nun gut, zumindest für uns, die wir das nicht gewohnt sind.