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Dienstag, 29. November 2011
Auf dem Weg zurück
Tja, und damit endet unser "Maya-Abenteuer" vorerst. Das Zimmer räumen. Aus dem Hotel auschecken. Die letzte Rechnung begleichen. Und dann auf den Abholservice warten.
Der Abholservice überrascht uns nochmal positiv: Wir werden in einer komfortablen Limousine abgeholt. Am Flughafen kommen wir wegen den abendlichen Verkehrsaufkommens trotzdem leider nur gerade so an. Letzte Sachen am Flughafen kaufen wird dadurch ein wenig stressig.
Mich überrascht die Apotheke im Boardingbereich, wo man sich nochmal so richtig eindecken kann, mit Anabolika, Zyrtec, Viagra und Tamiflu. Was manche Leute am Flughafen so alles kaufen...
Dann sitzen wir wieder im Flugzeug. Zu unserer Freude wird der Flug auch wieder weniger als elf Stunden gehen, so dass wir sehr pünktlich in München landen werden. Und damit gilt es endgültig, für diesmal Abschied von Mexiko zu nehmen...
Mittwoch, 16. November 2011
Sieben Zeitzonen später...
Die Zollformalitäten sind etwas anders als ich sie von anderen Ländern kenne. Im Flugzeug wurden uns Karten ausgegeben, die wir ausfüllen mussten. Allerdings sind diese Karten zweigeteilt: ein Teil gilt für die Einreise, den zweiten Teil muss man aufheben und bei der Ausreise abgeben. Das Visum im Reisepass ist dann auch keine Marke wie es sie beispielsweise in Ägypten gibt, sondern lediglich einen Stempel.
Den zweiten Teil der Karte aufzuheben ist sehr wichtig - wenn man ihn verliert, kriegt man Ersatz nur, wenn man Strafe zahlt.
Und schließlich sind wir ganz offiziell hier - Mexiko. Als wir aus dem Flughafen heraustreten, trifft uns die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit wie ein Hammer. Selbst der sehr milde November des Jahres 2011 in Deutschland kann da einfach nicht mithalten. Wir haben gut über 20 ° Celsius. Und ich erlebe eine weitere Premiere: Anstatt dass der Fahrer des Transportbusses zum Hotel ein Schild mit dem Namen der Reisegesellschaft hochhält, steht auf diesem Schild mein Name. Ich komme mir verdammt wichtig vor, auch wenn die Mexikaner mit dem Aussprechen von "Reimnitz" gewisse Schwierigkeiten haben.
Ich blicke auf die Uhr, die ich noch im Flugzeug umgestellt habe, ungefähr als wir uns der amerikanischen Küste genähert haben. An der kanadisch-amerikanischen Grenze sind wir nach dem Flug über den Atlantik wieder ans Festland gekommen und folgten dann der Ostküste in Richtung Süden, bogen ein und flogen über Florida und Havanna, bevor wir zur Landung in Cancún ansetzten. Meine Uhr sagt mir, dass wir den 15. November haben, zwischen 6 und 7 Uhr Abends. Aber in Deutschland ist es bereits nach 1 Uhr Nachts.
Eigentlich ist es egal, es ist dunkel. Die Sonne ging gerade unter, als wir uns im Landeanflug befanden. So sehen wir an diesem Tag nicht allzu viel von Mexiko. Zu unseren besonderen Freude dürfen wir jedoch feststellen, dass man in Mexiko - im Gegensatz zu Ägypten - bei Nacht mit Licht zu fahren pflegt, wenngleich die Straßen auch sehr gut beleuchtet sind.
Der Weg führt uns die Küste des Karibischen Meers entlang, die Südküste der Halbinsel Yucatán, von Cancún über Playa del Carmen (wo die Fähren nach Cozumel abfahren) bis hin zu dem kleinen Ort Puerto Aventuras. Unser Hotel ist das Catalonia Riviera Maya, über dessen Annehmlichkeiten Sie später noch mehr erfahren werden.
Wir werden freundlich empfangen, uns werden die Einrichtungen erklärt und wir werden auf unser Zimmer geführt. Das Gepäck - das bei Tauchern nicht gerade wenig ist -, wird uns nachgebracht. Wir sehen uns kurz in der Hotelanlage um, dann gehen wir recht früh ins Bett. Früh zumindest wenn man die lokale Ortszeit betrachtet. Aber wir beschließen, die Anlage am nächsten Tag bei Licht zu betrachten.
Den zweiten Teil der Karte aufzuheben ist sehr wichtig - wenn man ihn verliert, kriegt man Ersatz nur, wenn man Strafe zahlt.
Und schließlich sind wir ganz offiziell hier - Mexiko. Als wir aus dem Flughafen heraustreten, trifft uns die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit wie ein Hammer. Selbst der sehr milde November des Jahres 2011 in Deutschland kann da einfach nicht mithalten. Wir haben gut über 20 ° Celsius. Und ich erlebe eine weitere Premiere: Anstatt dass der Fahrer des Transportbusses zum Hotel ein Schild mit dem Namen der Reisegesellschaft hochhält, steht auf diesem Schild mein Name. Ich komme mir verdammt wichtig vor, auch wenn die Mexikaner mit dem Aussprechen von "Reimnitz" gewisse Schwierigkeiten haben.
Ich blicke auf die Uhr, die ich noch im Flugzeug umgestellt habe, ungefähr als wir uns der amerikanischen Küste genähert haben. An der kanadisch-amerikanischen Grenze sind wir nach dem Flug über den Atlantik wieder ans Festland gekommen und folgten dann der Ostküste in Richtung Süden, bogen ein und flogen über Florida und Havanna, bevor wir zur Landung in Cancún ansetzten. Meine Uhr sagt mir, dass wir den 15. November haben, zwischen 6 und 7 Uhr Abends. Aber in Deutschland ist es bereits nach 1 Uhr Nachts.
Eigentlich ist es egal, es ist dunkel. Die Sonne ging gerade unter, als wir uns im Landeanflug befanden. So sehen wir an diesem Tag nicht allzu viel von Mexiko. Zu unseren besonderen Freude dürfen wir jedoch feststellen, dass man in Mexiko - im Gegensatz zu Ägypten - bei Nacht mit Licht zu fahren pflegt, wenngleich die Straßen auch sehr gut beleuchtet sind.
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| Das Catalonia Riviera Maya, Puerto Aventuras, Mexiko |
Der Weg führt uns die Küste des Karibischen Meers entlang, die Südküste der Halbinsel Yucatán, von Cancún über Playa del Carmen (wo die Fähren nach Cozumel abfahren) bis hin zu dem kleinen Ort Puerto Aventuras. Unser Hotel ist das Catalonia Riviera Maya, über dessen Annehmlichkeiten Sie später noch mehr erfahren werden.
Wir werden freundlich empfangen, uns werden die Einrichtungen erklärt und wir werden auf unser Zimmer geführt. Das Gepäck - das bei Tauchern nicht gerade wenig ist -, wird uns nachgebracht. Wir sehen uns kurz in der Hotelanlage um, dann gehen wir recht früh ins Bett. Früh zumindest wenn man die lokale Ortszeit betrachtet. Aber wir beschließen, die Anlage am nächsten Tag bei Licht zu betrachten.
Dienstag, 15. November 2011
Das Maya-Abenteuer beginnt...
So sitze ich also mal wieder im Flugzeug, aber diesmal ist es etwas anders als die bisherigen Male. Dank meiner wackeren Reisebegleitung, die die Idee für das Ziel dieses Abenteuers hatte: Mexiko, genauer gesagt, Yucatán. Für sie ist es nichts neues mehr, aber einen Flug von 11 Stunden, bei dem man 7 Zeitzonen überquert hatte ich bisher noch nicht. Die entsprechende Zeitverschiebung und den damit drohenden Jetlag auch nicht.
Eine gewisse Anspannung macht sich daher bei mir breit, die sich aus dem ungewohnt langen Flug und dem neuen Ziel zusammenmixt: Mexiko. So werden wir also wie weilandt Pitfall Harry Junior auf der Suche nach seinem Vater ebenfalls ein paar Maya-Abenteuer erleben. Wir werden historische Altertümer besuchen und tauchen gehen und dabei hoffentlich neue Erfahrungen sammeln. In meinem Kopf entsteht die Idee für eine neue Abteilung der "ErlebnisPostille".
Aber vor alle dem steht der Flug, der mit einer etwa halbstündigen Verspätung beginnt. Trotzdem, so versichert uns der Kapitän, werden wir pünktlich eintreffen, da wir weniger als die geplanten 11 Stunden brauchen werden. Wir fliegen von München aus Richtung Frankfurt, dann über Belgien (der Heimat meines persönlichen Helden Tim) und England hinweg, südlich von Grönland weiter Richtung Amerika.
Für mich war es ein Drama, diesen Flug überhaupt zu bekommen. Es schien, als gäbe es keine Fluggesellschaft, die direkt nach Mexiko fliegt. Immer war Atlanta als Zwischenlandung angegeben. Das wollten meine Reisebegleitung und ich aus einigen Gründen nicht. Zum einen hätte der Aufenthalt mindestens 3 Stunden gedauert und die Gesamtdauer der Anreise damit auf fast 15 Stunden verlängert. Zum anderen hätten wir in die USA einreisen müssen, was kein Spaß ist, vor allem, wenn es nur für einen Zwischenstopp ist. Wir hätten uns also der Ein- und Ausreiseprozedur der Vereinigten Staaten unterziehen müssen, und das innerhalb von 3 Stunden. Noch dazu hätten wir den Flughafen Atlanta nicht verlassen können. Und das nicht nur, weil die Zeit viel zu knapp gewesen wäre - es wäre uns nicht gestattet worden, allen Einreiseformalitäten zum Trotz. Noch dazu haben wir beide neben unserem normalen noch Tauchgepäck. Das hätten wir für jede Strecke extra zahlen müssen, also insgesamt vier Mal für Hin- und Rückflug. Überhaupt: die gleiche Prozedur mit Ein- und Ausreise in und aus den USA hätten wir auf dem Rückflug wieder gehabt.
Nein, da habe ich mich lieber etwas angestrengt und tatsächlich einen Direktflug gefunden, sozusagen "Flug 7414 nach Cancún". Während des Fluges lese ich einen Reiseführer, lausche dem Bordradio, schlafe und mache mir erste Notizen. Fast 11 Stunden sind eine lange Zeit und ich denke über diese neue Abteilung der "ErlebnisPostille" nach. Es soll der Anfang sein, diesen ganzen Blogverbund zu organisieren. Die ersten Seiten des Notizbuches, das ich mir für diesen Zweck gekauft habe, füllen sich.
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